Lawinen werden nach verschiedenen äusseren Merkmalen eingeteilt, wie Form des Anrisses, Lage der Gleitfläche, Form der Bewegung und andere.
Ein typischer Lawinenhang hat eine Neigung von 30° bis 50° und gilt als Ausgangspunkt, als Anrissgebiet einer Lawine. An steileren Hängen können sich kaum Schneeablagerungen bilden, weil der Schnee schon vorher abgleitet, den flacheren Hängen fehlt die nötige Neigung zur Lawinenentwicklung.
Die Verlaufsbahn einer Lawine nennt man Lawinenzug. Es kann sich die gesamte Schneedecke bewegen oder auch nur eine obere Schneeschicht. Bei einer Schneedicke von über 2 Metern kann eine Lawine ein Volumen von mehreren Hunderttausend Kubikmetern aufweisen. Je nach Typ erreicht eine Lawine eine Geschwindigkeit von 10 bis über 300 Stundenkilometern und einen Druck von 1000 Tonnen pro Quadratmeter. Geschwindigkeit und Druck zerstören alles, was sich ihnen in den Weg stellt.
Man unterscheidet hauptsächlich zwischen Staub- und Fliesslawinen oder Schneebrettern. Oft aber kann es zu einer Mischform kommen, d.h. ein Schneebrett löst sich und entwickelt sich ab einer gewissen Geschwindigkeit zu einer Staublawine.
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